Rednerin: Sara Schmalzried
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Zull,
Sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats,
Liebe Mitglieder der Verwaltung und vor allem lieber Jugendgemeinderat,
Wo man Jugendbeteiligung will, dort klappt Sie auch. Am 28. Juli 1999 wurde einer der ersten Jugendgemeinderäte im Rems-Murr-Kreis in Fellbach gegründet. Mit einer Wahlbeteiligung von 37,5 Prozent startete damals, der von Jugendlichen initiierte Fellbacher Jugendgemeinderat.
Seit über einem viertel Jahrhundert bringen sich Jugendliche in Fellbach aktiv und mit viel Engagement in diesem demokratisch legitimierten Gremium ein – das zeigt auch euer heutiger Bericht. Mit vielen Projekten und Veranstaltungen hat der Jugendgemeinderat über die Jahre hinweg, bis heute, Jugendliche zusammengebracht, vernetzt und ihnen die Chance zu einer aktiven Teilhabe in der Stadtgesellschaft ermöglicht. Auch meine Zeit als Jugendgemeinderätin war reich an Erfahrungen und Erlebnissen und eine gute Vorbereitung für mein jetziges Engagement als jüngste Stadträtin.
Jugendliche können sich im Fellbacher Jugendgemeinderat parteiunabhängig engagieren, ihre Wünsche, Vorstellungen und Anregungen äußern und sie in den kommunalpolitischen Diskurs miteinbringen. Gerade jetzt in dieser Zeit sehen wir, wie wichtig der Aufbau demokratischer Strukturen für den Zusammenhalt in unserer Stadt ist.
Ich kann mich noch gut an euren ersten Bericht im Stadtanzeiger erinnern. Damals habt ihr angekündigt, dass ihr den Jugendgemeinderat sichtbarer in die Fellbacher Schulen bringen möchtet, um mehr junge Menschen zu erreichen und für kommunalpolitische Themen zu sensibilisieren. Wenn man heute auf die Entwicklung und insbesondere auf die teilnehmende Zahl von über 300 Jugendlichen bei euren Jugendkonferenzen blickt, kann man mit Sicherheit sagen, dass euch dieses Vorhaben sehr gut gelungen ist.
Die vorgestellten Themenbereiche zeigen deutlich, dass junge Menschen großes Interesse daran haben, sich einzubringen, mitzudiskutieren und ihre Anliegen zu äußern. Es wird klar, dass ihr mit euren Formaten und Projekten die Jugendlichen vor Ort erreicht und ihnen eine Stimme gebt. Besonders positiv hervorzuheben ist aus unserer Sicht, dass Themen aufgegriffen werden, die den Alltag junger Menschen unmittelbar betreffen. Dazu gehören unter anderem die Bereiche Mobilität sowie die von Euch aufgegriffenen Angsträume. Diese Punkte zeigen, wie wichtig es ist, die Perspektiven der Jugendlichen ernst zu nehmen und in unsere kommunalen Entscheidungen einzubeziehen. Junge Menschen müssen sich in unserer Stadt sicher fühlen, sie brauchen gute Mobilitätsangebote für den Schulweg und ihre Freizeit sowie Treffpunkte, an denen sie sich aufhalten können. Das ist kein Nice-to-have, sondern unsere Pflicht die Perspektive junger Menschen zu berücksichtigen.
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bedankt sich bei Euch, bei den Jugendlichen aus dem Jugendgemeinderat ganz herzlich für Euer tolles Engagement für unsere Stadt ebenso wie bei der Verwaltung für die Begleitung des Jugendgemeinderats.
Wir werden das Engagement der Jugendgemeinderätinnen und Jugendgemeinderäte auch weiterhin unterstützend begleiten.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
