Wenn Gewohntes aus dem Tritt kommt.

Artikel im Stadtanzeiger vom 23.05.26
Gemeinderäte haben das Wort: Beate Wörner

Seit 1. März ist alles anders. Statt am Mittwoch kommt der Fellbacher Stadtanzeiger jetzt am Samstag. Falls er kommt. Und dient, so der erste Eindruck, hauptsächlich als Umhüllung für Werbeprospekte.

Zwar enthielt er schon immer Werbung. Die hat sich jetzt aber vervielfacht. Hintergrund ist der Besitzerwechsel der Stuttgarter Zeitungen und damit auch des Wochenblatts, mit dem der Fellbacher Stadtanzeiger seit der ersten Ausgabe gemeinsam erscheint. Dazu kommen wirtschaftliche Gründe, eine separate Verteilung von Stadtanzeiger/Wochenblatt trägt sich nicht mehr.

Diese neue – in meinen Augen unglückliche – Verteilungsvariante sorgte für Chaos und viel Unmut in der Bevölkerung. Denn – wo „Keine Werbung“ auf dem Briefkasten draufsteht, darf auch keine rein.

Wer den Stadtanzeiger sicher will, muss selbst aktiv werden und auf den Briefkasten einen entsprechenden Aufkleber pappen. Den gibt es bei der Pressestelle und im i-Punkt im Rathaus oder direkt beim Verteiler MMD.

Es geht aber auch einfacher. Schon lange gibt es den Stadtanzeiger online als PDF und inzwischen auch als e-Paper. Und als HeimatBote App fürs Handy. Am kommunalen Geschehen Interessierte sind also nicht unbedingt auf die Papierausgabe angewiesen.

Und ganz nebenbei – auch wenn der Stadtanzeiger die Fellbacherinnen und Fellbacher nichts kostet, die Stadt muss für diesen Service ordentlich in die Tasche greifen. In anderen Kommunen kostet das amtliche Blatt was, so in Stuttgart oder in Göppingen.

Vielleicht ist jetzt auch in Fellbach der Zeitpunkt gekommen, um den Stadtanzeiger neu zu denken.