Sprecherin: Beate Wörner
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Zull,
Sehr geehrter Herr Erster Bürgermeister Berner,
Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Soltys,
Liebe Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderats,
Sehr geehrte Damen und Herren.
Mit dem heutigen Beschluss gehen wir einen weiteren Schritt in Richtung Neue Mitte Fellbach.
In den nächsten Monaten und Jahren wird für alle sichtbar sein, dass sich was tut zwischen Lutherkirche und Altem Friedhof. Dass der Schaugarten auf dem Kirchplatz verschwinden wird und auch Bäume gefällt werden müssen, tut nicht nur uns Grünen weh, sondern vermutlich auch anderen Fellbacherinnen und Fellbachern. Für uns wäre es ein kleines Trostpflaster, wenn zumindest die Bäume aus dem Schaugarten nicht auf dem Häckselplatz landen würden, sondern ein neues Zuhause bekämen. Vielleicht können Sie von Verwaltungsseite aus das ja prüfen. Wir Grüne würden das sehr begrüßen.
Aber zurück zum eigentlichen Thema.
Wir Gemeinderätinnen und Gemeinderäte haben es uns mit der Entscheidung für die Neue Mitte wahrhaftig nicht leicht gemacht. In Anbetracht der Fellbacher Finanzlage ist es ein absolutes Muss, jede Investition auf Herz und Nieren zu überprüfen und zu fragen: Brauchen wir das oder brauchen wir das nicht.
Ganz besonders im Mittelpunkt der Abwägungen stand in den letzten Wochen und Monaten das geplante 72 Meter lange Dach des neuen Bahnsteigs. Bereits im Zuge der Haushaltskonsolidierung haben wir uns von dem großen Dach verabschiedet, das weite Teile des gesamten Kirchplatzes bedecken sollte. Jetzt geht es um das sogenannte kleine Dach.
Und dieses 72-Meter-Dach ist nach Ansicht unserer Fraktion unverzichtbar. Es bietet Schutz vor Regen und Schnee, aber auch vor Sonne und Hitze. Und es ist vor allem auch aufgrund seiner guten Beleuchtung in der Dunkelheit ein sicherer Ort für Frauen und Jugendliche. Das ist in den Augen von uns Grünen eine absolut wichtige Zusatzfunktion dieses Daches.
Dass das Dach dem Kirchplatz und der Endhaltestelle auch unter städtebaulichen Gesichtspunkten gut tut, ist ein weiterer Gesichtspunkt, der nicht zu vernachlässigen ist.
Unserer Fraktion ist bewusst, dass jeder Euro, der ausgegeben wird, gut überlegt sein muss. Und wir sind uns sehr wohl auch bewusst, dass ein gewisses finanzielles Restrisiko für die Stadt verbleibt. Dennoch haben wir uns für das lange Dach entschieden.
Unsere Fraktion stimmt der Vorlage zu.
