Corona, Feinstaub, Fahrverbote

Manchmal ist es nicht so einfach, wie es uns einige versuchen einzureden.

Wegen des Shutdowns ist der Verkehr um bis zu 40% zurückgegangen. Die NOx- und Feinstaubbelastung an den Hotspots sind aber nicht gleichzeitig um 40% zurückgegangen. (Die aktuellen Stuttgarter Werte findet man bei LUBW). Für manche Politiker ein guter Vorwand, gegen den „Abmahnverein“ Deutsche Umwelthilfe und Fahrverbote zu wettern.

Dr. Pfeiffer, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU und ein Verfechter des Nordostrings (neuerdings mit der Begründung, diese autobahnähnliche Straße durch unsere Grüngebiete würde Luftverschmutzung und Lärm reduzieren), hält die gerichtlich verordneten Fahrverbote für „absurd“ und nennt die Deutsche Umwelthilfe, die Einhaltung von Gesetzen einklagt, „Semikriminell“ (Kommentar in StZ).

Doch schon wenig später – nach einigen windigen Tagen – schreibt die StN, die Luftschadstoffe seien deutlich zurückgegangen. Nichtsdestotrotz: die unsägliche Kampagne geht auf Facebook & Co munter weiter.

Unser Tipp: lassen Sie sich die Zusammenhänge zwischen Diesel, NOx, Feinstaub, Wetterlage, Landwirtschaft von Wissenschaftler*innen erklären. Als Einstieg empfehlen wir eine kurze Zusammenfassung auf Deutschlandfunk sowie ein Interviev mit Umweltmedizinerin Barbara Hoffmann bei zeit.de

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